Ein intelligentes Stromnetz

integriert sämtliche Akteure auf dem Strommarkt durch das Zusammenspiel von Erzeugung, Speicherung, Netzmanagement und Verbrauch in ein Gesamtsystem.

Kraft- und Speicherwerke werden bereits heute so gesteuert, dass stets nur so viel Strom produziert wird wie benötigt.

Intelligente Stromnetze beziehen in diese Steuerung die Verbraucher, sowie dezentrale kleine Energielieferanten und -speicherorte mit ein, so daß einerseits ein zeitlich und räumlich homogenerer Verbrauch entsteht und andererseits prinzipiell inhomogene Erzeuger (z.B. Windkraft) und Verbraucher (z.B. Beleuchtung) besser integriert werden können.

Die Stromspeicherung, welche aufgrund der schwankenden Erzeugung erneuerbarer Energien an Bedeutung gewinnt, wird seit langem mit Hilfe von Speicherkraftwerken realisiert.

Hinzu kommen beispielsweise dezentrale Speicher wie Fahrzeugakkumulatoren, was jedoch derzeit noch fernab der Kostendeckung ist.

Für die Verbraucher ist eine wesentliche Änderung der Einbau von Intelligenten Zählern (auch smart meter).

Ihre Kernaufgaben sind Fernauslesung und die Möglichkeit, kurzfristig innerhalb eines Tages schwankende Preise realisieren zu können.

Alle Stromzähler müssen also gegen solche mit Datenfernübertragung ausgetauscht werden.

Die Datenübertragung zwischen den einzelnen Komponenten des smart grids erfolgt in Pilotprojekten Telefon-Modem -,ADSL-Verbindungen Funk u.a.


Der Verbraucher kann jedoch nur dann ohne Komfort-Einbußen Preisvorteile realisieren, wenn er auch über Geräte verfügt, die automatisch - vorzugsweise während Niedertarif-Zeiten arbeiten.

Dabei handelt es sich um zeitunkritische Prozesse wie Tiefkühlen, Heizen (Elektroboiler), Waschen oder Geschirrspülen.

Mit Nachtspeicheröfen und festen Nachttarifen wurde dies bereits vor Jahrzehnten realisiert, moderne Systeme können jedoch flexibler und intelligenter arbeiten, was insbesondere für die Einbeziehung erneuerbarer Energien wichtig ist.